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Gio Ponti (geboren am 18. November 1891 in Mailand – gestorben am 16. September 1979 in Mailand) war einer der wichtigsten italienischen Architekten, Industriedesigner, Möbeldesigner, Künstler und Autoren des zwanzigsten Jahrhunderts.

Er machte 1921 am Politecnico der Universität Mailand seinen Abschluss in Architektur. Außerdem heiratete er 1921 Giulia Vimercati. Sie hatten zusammen vier Kinder und acht Enkelkinder.

Seine Architektenlaufbahn began Ponti mit Mino Fiocchi und Emilio Lancia als Partnern. Sie arbeiteten von 1923 bis 1927 zusammen. Bis 1933 betrieb er dann, nur noch mit Lancia, das Studio Ponti e Lancia PL. In diesen Jahren war er stark von der neoklassischen Mailänder Bewegung Novecento Italiano beeinflusst, zu der er gute Verbindungen unterhielt.

Um 1933 beendete Ponti die Zusammenarbeit mit Lancia und gründete zusammen mit den beiden Ingenieuren Antonio Fornaroli und Eugenio Soncini das Studio Ponti-Fornaroli-Soncini, das bis 1945 bestand.

1950 erhielt Ponti den Auftrag, zusammen mit Pier Luigi Nervi und Arturo Danusso das 32-geschossige Pirelli-Hochhaus, später auch Pirellone genannt, zu entwerfen. Dies war der zweite Wolkenkratzer, der in Mailand gebaut wurde, und wohl der Höhepunkt von Pontis Laufbahn. Mit dem Bau wurde 1956 begonnen.

1923 hatte Ponti anlässlich der ersten Biennale für dekorative Künste in Monza sein öffentliches Debüt. Danach war er an der Organisation der Triennale in Monza und Mailand beteiligt.

Von 1923 bis 1930 arbeitete Ponti in der Manifattura Ceramica Richard Ginori, in Mailand und Sesto Fiorentino, und veränderte die gesamte Produktion des Unternehmens. Zu seinen Arbeiten im Bereich Industriedesign zählen auch die Einrichtung der Rinascente-Kaufhäuser unter dem Namen Domus Nova sowie die Produktion von Keramikobjekten und Stühlen: Unter anderem entwarf er für Cassina den Sessel, „Distex", mit spitzer Geometrie, und 1957 den berühmten Stuhl „Superleggera" (Superleicht), der sehr stabil aber dabei so leicht war, dass ein Kind ihn mit einem Finger hochheben konnte. Außerdem entwarf er Glasflaschen für Unternehmen wie Venini und Leuchten für Unternehmen wie Artemide, Fontana Arte und Venini.

1928 gründete er die Zeitschrift Domus. 1941 gab er den Posten als Herausgeber von Domus auf und gründete die Zeitschrift Stile, deren Herausgeber er bis 1947 war. 1948 kehrte er zu Domus zurück und blieb bis zu seinem Tod Herausgeber der Zeitschrift.

Von 1936 bis 1961 war er Professor an der Fakultät für Architektur am Mailänder Politecnico.

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