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Gae Aulenti (eigentlich Gaetana Aulenti, geboren am 4. Dezember 1927) ist eine italienische Architektin, Leuchtendesignerin und Innenarchitektin sowie Industriedesignerin. Sie wurde durch mehrere große Museumsprojekte bekannt, darunter im Musée d'Orsay in Paris (1980–86), im Museum für moderne Kunst im Centre Pompidou in Paris, im Palazzo Grassi in Venedig (1985/86) und im Asian Art Museum of San Francisco (2000–2003). Gae war eine der wenigen Designerinnen der Nachkriegszeit in Italien. Sie schuf viele elegante Objekte.

Sie stammt aus Palazzolo dello Stella (Friaul-Venetien) und studierte in Mailand. Von 1955 bis 1965 war sie Art Director der Designzeitschrift Casabella und schloss sich einer Gruppe junger Künstler an, die der Philosophie von Ernesto Nathan Rogers anhingen. Gelegentlich entwarf Gae Aulenti auch Bühnenbilder für Luca Ronconi.

Sie studierte am Politecnico Mailand Architektur und machte 1959 ihren Abschluss. Für die Zeitschrift Casabella Continuita war sie als Grafikdesignerin tätig und später gehörte sie dem Aufsichtsrat der Zeitschrift Lotus International an. Nach ihrer Promotion lehrte Gae von 1960 bis 1962 an der Fakultät für Architektur der Universität Venedig und von 1964 bis 1967 an der Fakultät für Architektur an der Universität Mailand. In dieser Zeit fertigte Gae auch Entwürfe für das Kaufhaus La Rinascente. Später entwarf sie Möbel für Zanotta, unter anderem zwei ihrer bekanntesten Objekte, den Klappstuhl „April“, aus Edelstahl mit abnehmbarem Bezug, und ihren Tisch „Sanmarco“, mit einer Platte aus Glas. Später war sie Vizepräsidentin des Verbands der Industriedesigner.

Gae war in der Nachkriegszeit in Italien tätig und schuf Objekte unterschiedlichster Stilrichtungen. Ihr lagen allerdings immer vor allem die in einem Raum Anwesenden am Herzen, da sie ihrer Meinung nach das Wesen dieses Raums ausmachten. Sie vertrat einen schlichten Stil. Laut der Vogue meinte sie, wenn jemand sie um Rat fragte, „würden zu Hause ein paar Regale für Bücher und ein paar Kissen zum Sitzen ausreichen”. Sie war weniger für vergängliche, kurzlebige Trends und mehr für die Rückkehr zu Werten, die von Dauer sind.

Anlässlich der Mailänder Triennale 1964 erhielt sie für ihr Objekt im italienischen Pavillon den ersten Preis. Es handelte sich dabei um einen Raum mit einer Spiegelwand und Scherenschnitten mit Frauensilhouetten. Dazu hatte sie sich von Picasso inspirieren lassen. Er trug den Titel „Arrivo al Mare”. Außerdem gehörte sie von 1977 bis 1980 dem Aufsichtsrat der Triennale an. Gae Aulenti verstarb am 1. November 2012 in Mailand.

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