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Santiago Calatrava Valls (am 28. Juli 1951 in Valencia geboren) ist ein spanischer Architekt, Bildhauer und Bauingenieur, dessen Hauptbüro sich in Zürich befindet. Er gehört zu den besten Designern der Welt und ist außer in Zürich auch in Paris, Valencia und New York City mit einem Büro vertreten.

Calatrava ist in Benimàmet, einer alten Stadt geboren, die inzwischen ein Teil von Valencia ist, wo er an der Polytechnischen Universität Architektur und Städteplanung studierte. Während des Studiums übernahm er mit einer Gruppe von Kommilitonen unabhängige Projekte und brachte zwei Bücher über die traditionelle Architektur von Valencia und Ibiza heraus. Nach seinem Studienabschluss schrieb er sich 1975 an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich ein, wo er ein Aufbaustudium in Ingenieurwesen absolvierte. 1981 eröffnete er nach Fertigstellung seiner Dissertation zum Thema „Zur Faltbarkeit von Fachwerken“ sein Architektur- und Ingenieurbüro.

Zu Beginn seiner Laufbahn entwarf Calatrava hauptsächlich Brücken und Bahnhöfe. Seine Entwürfe haben der Baukunst zu neuen Höhenflügen verholfen. Sein Kommunikationsturm des Montjuïc in Barcelona (1991) im Herzen des Olympiageländes von 1992 sowie die Allen Lambert Galleria in Toronto (1992) waren wichtige Werke und Wendepunkte seiner Karriere, die ihm ein breites Spektrum an neuen Aufträgen einbrachten. Der Quadracci Pavilion (2001) des Kunstmuseums von Milwaukee war sein erstes Gebäude in den Vereinigten Staaten. Calatravas Eintritt in die Welt der Hochhäuser begann 2005 mit einem 54 Stockwerke hohen Korkenzieherturm namens Turning Torso in Malmö in Schweden.

Calatrava hat im neu errichteten World Trade Center in New York City einen futuristischen Bahnhof, den Transportation Hub, entworfen.

Es heißt, sein Stil schlage eine Brücke zwischen Bauingenieurswesen und Architektur. In seinen Projekten führt er eine Tradition moderner spanischer Ingenieure fort, zu denen auch Félix Candela, Antonio Gaudí und Rafael Guastavino zählen. Trotzdem ist sein Stil auch sehr persönlich. Er entspringt zahllosen Studien des menschlichen Körpers und der Natur.

Am 10. Dezember 2011 wurde er von Papst Benedikt XVI. für eine Amtszeit von fünf Jahren, die noch verlängert werden kann, in den Päpstlichen Kulturrat berufen.

Calatrava ist auch ein erfolgreicher Bildhauer und Maler. Er ist der Meinung, dass die Architektur alle Künste in sich vereint.

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